Nordische Seeliebe

Wir Volk von der Küste sind schon etwas merkwürdig. Wir suchen aktiv den Sturm, die Naturgewalt, die uns in altvorderen Zeiten unzählige Leben und Land gekostet hat.

Wir trotzen dem Wetter, dem WInd dem Regen. Im Rest des Landes heißt es „Bleibt sicher!“, „Passt auf euch auf!“ oder „Bitte seid Vorsichtig!“. Dass das nicht ganz unserer Seenatur entspricht, ist selbstverständlich.

Und so kam es, dass wir, Xaymar und meinereiner aufbrachen, dem Sturm zu trotzen weil Bilder lol.

Der Himmel über dem Jadebusen präsentierte sich in bester Verfassung!

Höchststand sollte nach Tidenkalender so ca 14:42 bis 14:46 Uhr sein, und erwartet wurden so circa 4m über NN (Normal Null). Nichts gegen Sturmtief Xaver, aber dennoch beachtlich.

Wir fuhren doch recht früh los, da auf der Livecam der Flutmole das Wasser relativ schnell anstieg. In unter 30 MInuten stand die gesamte Mole unter Wasser.

Der Wind peitschte hart und ließ sogar die Maschendrahtzäune oben am Deich pfeifen. Teilweise war auch die Ausrüstung da, um die Brücken in Richtung des Strandes zu sperren, insofern gab es anscheinend auch ernsthafte Bedenken.

Mit unseren Superbikes (Fahrrädern) ausgestattet war es eine Absolute Freude sich den Wind um die Ohren ballern zu lassen, Gegenwind, Sturm. Es war eine Freude, sich den Atem aus der Nase wehen zu lassen. Wer von euch noch keinen Seesturm mitbekommen hat: Macht mal Urlaub hier oben. In der Sturmsaison.

Normaaaaalerweise ist dort ein Wanderweg, und stufen weit runter an die Wasserkante…

Die Südstrandpromenade entlangflanierend kamen wir auf eines meiner Absoluten Lieblingsmotive: Wenn die See silbern schimmert unter einem Meer aus Wolken:

Und Kinder aus dem Hinterland und so: Dafür sind Deiche da.

Das Wasser kann dran ablaufen und Wellen können sich brechen. Kein Schaden für’s normale Stadtgebiet.