Moderne Spielweltentscheidungen

Ich werd… nein, ich bin alt. Und im Laufe meines langen Lebens hab ich die Evolution von Games von Anfang an miterlebt. Von Pong, Arkanoid, Street Fighter, Siedler 1, bis zu APEX Legends, Forza Horizon 4, DayZ und viele mehr. Und mir ist was aufgefallen…

Immer mehr Spiele heutzutage legen einen Starken Fokus auf PvP, also Spieler gegen Spieler, ohne Schutz gegen Griefing. Griefing bedeutet, dass manche Spieler wiederholt nur ein und dieselbe andere Person angreifen, zerstören, seinen erspielten Fortschritt stehlen – und diese Spielweise auch von den Entwicklern noch belohnt wird.

Warum ist das so? Und viel mehr, warum wird das Griefing als gute Spielmechanik bewertet? Es gibt viele Interessante Wege, Spieler gegen Spieler antreten zulassen, siehe beispielsweise Battle Royale-Games. Es sind schnelle Runden, man verliert nichts dauerhaftes und muss auch nicht schwer Mühe reinstecken, um sich wieder aufzubauen. Dafür gibt es viele andere Spiele, die es… anders tun.

RUST zum Beispiel. WIr wachen nackt an einem Strand auf, und investieren Stunden, wenn nicht gar Tage darin, eine Basis aufzubauen, eine Ordentliche Ausrüstung zu haben und die Basis für einige Zeit in einen Bauschutz zu legen. Loggen Abends aus… und sind am nächsten Tag wieder nackt am Strand. Wenn man sich Ausloggt liegt man nämlich einfach so da in der Welt herum und kann von jedem angegriffen werden. Alles weg. Alle „Arbeit“ umsonst. Scheiße.

ARK: Survival Evolved, dasselbe. DayZ, dasselbe. Alles was viel Zeit kostet kann dir von Menschen einfach weggenommen werden und das auch noch ganz ohne irgendwelche Mechanismen, die dich zumindest begrenzt schützen würden. Du, als Neuanfänger, wirst behandelt, als ob du Spielinhalt für die sind, die 24 Stunden am Stück auf Abruf für diese Spiele stehen.

Zu guter Letzt war es jetzt auch EVE Online, die in einem AMA (Ask me Anything) öffentlich sich darüber wunderte, dass von zehntausend neuen Spielern in der Woche nur ein winziger Prozentsatz bliebe – und danach die neuen Spieler als „Inhalt für Alteingesessene Spieler“ bezeichnete. Woran das wohl liegen könnte?

Heutzutage werden leider auch die guten Co-Op Spiele immer seltener. Etwas gemeinsam Aufbauen scheint, ja irgendwie aus der Mode zu kommen. Die wenigen rleeases sind zwar gut aber, irgendwie ist es schon schade, dass es selbst im Spiele-Bereich immer Kompetetiver statt Miteinander wird…